BALU *23.07.05  † 05.01.14

 

Wir sind unendlich traurig, unsere Gefühle lassen sich nicht in Worte fassen. Balu ist am Sonntag, den 5. Januar um kurz vor 14 Uhr seinen letzten Weg gegangen...

 

Wir waren auf Usedom und am 2. Tag unseres Urlaubs blieb Balu beim fröhlichen Hopsen aus dem Dünengras an einem runden Draht hängen, landete mit voller Wucht förmlich auf der Schnauze, weil ihm der Draht die Vorderbeine weggerissen hatte, stand wieder auf und lief fröhlich weiter. Den ganzen Tag ging es ihm gut.

 

Am Abend mochte er nicht aufstehen, hatte keinen Appetit... Als ich ihm über den Körper streichelte, schrie er auf, als meine Hände in den Flankenbereich kamen. Wir waren total geschockt! Ein Anruf bei unserer Haustierärztin erfolgte, die Vermutung lag bei einer Prellung oder Zerrung,  sie faxte mir ein Rezept für ein Schmerzmittel und bat mich um Bericht am nächsten Tag über Balu's Befinden. 

Am nächsten Morgen war Balu wieder der Alte - die Novalgin Tablette hatte gewirkt, es ging ihm gut, wir merkten ihm keine Schmerzen an. 

Wir hatten 3 unbeschwerte, fröhliche (und letzte) Tage... Am Donnerstag, den 02.01.14 ging es Balu nach dem Strandspaziergang abends deutlich schlechter. Er mochte nicht aufstehen, hatte keinen Appetit, wollte wieder raus, obwohl wir gerade mal 1 Stunde wieder zuhause (in der Ferienwohnung) waren. Ich ging mit ihm raus, dort war er fröhlich, hopste an mir hoch, verlangte Leckerlies und ging auf meine Spielaufforderungen ein. Ich wunderte mich, aber freute mich auch darüber. Als wir wieder zurückkehrten, futterte er sein Abendessen auf.

Aber am nächsten Morgen ging es ihm extrem schlecht! Balu mochte gar nicht mehr aufstehen, hatte keinen Appetit. Also ab zur dortigen nächstgelegenen TÄ. Sie diagnostizierte RATTENGIFT! Aufgrund des weissen Zahnfleisches, aber ohne auch nur einen einzigen Tropfen Blut untersucht zu haben. Vit. K u. Eisen wurden gespritzt, am nächsten Tag sollten wir zur Wiederholung wiederkommen... Taten wir aber nicht, sondern packten unsere 7 Sachen und sahen zu, dass wir so schnell wie möglich zur TÄ unseres Vertrauens zuhause kamen...

Die Blutwerte, die unsere Uschi Schneider abends nahm, waren katastrophal! Und was noch viel schlimmer war - nichts passte zueinander! Der eine Wert schloss die Diagnose aus, die ein anderer Wert vermuten ließ... Balu war inzwischen extrem schwach und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten :-(. 

Die TÄ spritzte ein Schmerzmittel und versorgte uns mit Doxycyclin, nächsten Tag (Samstag) sollten wir wiederkommen und notfalls in der Nacht anrufen, falls sein Zustand sich verschlechtern sollte.

Aber im Gegenteil - Balu's Zustand verbesserte sich! Zuhause angekommen (endlich!) hatte er sogar wieder Appetit, war offensichtlich glücklich, wieder zuhause zu sein und ich konnte die Doxy Tabl. in ihn reinbekommen...

Am Samstag morgen war er noch etwas schwach, aber ansonsten wieder gut drauf, hatte Hunger, wedelte und war in guter Verfassung. Die TÄ war wie wir glücklich, dass die Medis so gut anschlugen und entließ uns mit weiteren Medikamenten, die er in den nächsten Tagen bekommen sollte, bevor wir uns am darauf folgenden Donnerstag (09.01.) wiedersehen sollten, bis dahin sollten alle Blutwerte aus dem Labor vorliegen. Und natürlich war klar, dass wir vorher kommen sollten, falls sich Balu's Zustand verschlechtern würde. Da die Blutwerte wie gesagt sehr widersprüchlich waren, konnte sie nur vermuten - die Vermutung ging von Anaplasmose über Toxoplasmose, Tetanus bis zu einer schweren Muskelentzündung mit Muskelzersetzung...

Wir fuhren nach Hause und waren voller Hoffnung, dass es von nun an bergauf gehen würde...

In der darauffolgenden Nacht verschlechterte sich Balu's Zustand stark -  er hechelte, stand zum trinken gar nicht mehr auf, trank aber Unmengen, wenn man ihm den Napf reichte und hatte offensichtlich starke Schmerzen. Wir fuhren in die Tierklinik. Die erneute Blutabnahme zeigte eine deutliche Verschlechterung der Blutwerte!! Balu hatte mittlerweile eine Anämie, das Herz bekam nicht mehr genügend Blut, war schon verkleinert und der ganze Hund ausgetrocknet! (und das, wo er die vergangenen Tage Unmengen getrunken hatte!!). Meine Vermutung und größte Sorge war, dass er einen Milzriss durch den Sturz und dadurch einen mit Blut gefüllten Bauchraum hatte. Also ging ich vom Schlimmsten aus - eine OP, Klinkaufenthalt, aber dann Heilung, Besserung und alles wird gut... 

Balu wurde sofort an einen Tropf gehängt, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Die Röntgenbilder, die gemacht wurden, zeigten einen milchigen Bauchraum, es waren keine Organe mehr erkennbar - Blut im Bauch!! Also ab zum Ultraschall... 

Dazwischen immer warten... hoffen... Angst... viel Angst... Sorge... und noch mehr Angst...

Ultraschall! Flecken auf der Leber! Ein Gebilde an der Leber, das da nicht hingehört! Ein Tumor!! Es zog mir den Boden unter den Füßen weg.... kann man operieren?? 

Blut abnehmen (schon wieder...), sicherheitshalber den Gerinnungswert nochmals feststellen, denn falls doch Vergiftung, wäre eine OP tödlich! Und dann die Worte der Ärztin: "...bevor wir vielleicht eine sehr traurige Entscheidung fällen müssen..."

Diesen Moment werde ich nie vergessen... er war doch vor ein paar Tagen noch so fit... das konnte doch alles nicht sein...!!??

Warten... 1 1/2 Stunden... Balu hechelt, hat Durst, darf nichts trinken, hat ja den Tropf... ok, falls operiert werden muss, sehe ich ein... ich trinke "heimlich" hinter seinem Rücken, weil er mir so leid tut, einen Schluck Wasser... 

Wir halten uns an den Händen, weinen, können es alles nicht fassen... Balu geht es schlecht... Er hat ein Schmerzmittel bekommen, aber wir sehen ihm an, dass er leidet...

Endlich - es ist kurz nach halb zwei, die Ärztin ruft uns herein. Und sie redet und erklärt und erzählt... und ich denke, "komm zum Punkt - was willst Du uns sagen??" 

und dann sagt sie es... Balu hat keine Chance mehr - Leberkrebs! Ein geplatzter Tumor - den Bauchraum voller Blut - Blutarmut... Eine OP hätte unter 1% Chance - er würde mit allergrößter Wahrscheinlichkeit "auf dem Tisch bleiben" und selbst wenn ein Wunder geschieht und er es schafft, bliebe der Leberkrebs... Eine Leber kann man nicht entnehmen und sie war voller Krebs...

Die Ärztin ließ und allein mit unserem Lubi... und wir weinten und hatten das Gefühl, die Welt würde über uns zusammenbrechen... es konnte und durfte doch nicht sein - er war doch erst 8 Jahre alt und er war doch noch so fit vor ein paar Tagen und er hatte glänzendes Fell und strahlende Augen!!! Wieso Krebs???? Wieso keine Chance auf Leben????????? Und er war unser tapferer Lubibär, der immer alles so tapfer ertragen hat und es auch bis zuletzt tat ( er lag auf diesem Rollwagen und wedelte uns noch an, wenn wir ihn ansprachen, obwohl er schreckliche Schmerzen gehabt haben muss...) Und er war mein Seelenhund!!! Ich werde es nie begreifen...

Wir haben uns von Balu verabschiedet, sind in seinem Fell versunken, haben ihn und uns getröstet, ihm alles gesagt, was es noch zu sagen gab, ihm Mut gemacht und ihm versprochen, dass wir uns wiedersehen und als wir ihn "freigegeben" hatten, legte er sich auf die Seite, schloss die Augen und wurde ganz ruhig... er hat es nicht geschafft, selbst zu gehen, die Ärztin hat geholfen, wir haben ihn festgehalten und waren ganz nah bei ihm und er ist ruhig und sehr friedlich eingeschlafen...

Wir haben Balu mit nach Hause genommen, Paul und Maex konnten auch Abschied nehmen und gestern haben wir ihm dem Krematorium übergeben. Seine Urne wird einen Platz in unserem Garten finden und er wird ein Grab bekommen... 

Wir sind unendlich traurig, die Welt dreht sich seit Sonntag um kurz vor zwei anders - nichts ist mehr, wie es einmal war, Paul und Maex trauern mit uns - es ist eine riesen große Lücke entstanden. Balu wird uns immer fehlen und er wird immer einen riesengroßen Platz in unseren Herzen einnehmen! Aber das alles macht ihn nicht mehr lebendig - wir können ihn nicht mehr fühlen, nicht mehr riechen, seinen Sabber nicht mehr an unseren Händen haben, hören seine so geliebten Kaugeräusche von jedem einzelnen Leckerlie nicht mehr und werden nie wieder erleben dürfen, dass er uns ansieht und mit seiner schönen Rute leise wedelt... Morgens beim Frühstück hat er bei mir rückwärts "eingeparkt", damit ich seinen Rücken kraule... es tut so weh... Alltagsgewohnheiten gibt es nicht mehr, wir können nicht mehr über und mit ihm lachen, nicht mit ihm weinen - Balu Du fehlst so furchtbar doll...

Balu war nicht nur unser Hund, der bei uns war, er war in uns und hat ein Stück von uns mitgenommen... Aber wir haben ihn so sehr geliebt, wir mussten ihn gehen lassen, ihm jeden weiteren Leidensweg ersparen...

Und wäre er nicht an diesem sch... Draht hängengeblieben, wäre der Tumor nicht geplatzt und Balu hätte sich noch lange quälen müssen... Es war gut, dass es so gekommen ist... Die Leberwerte waren übrigens am 30.12. noch völlig in Ordnung - trotz Tumor!! Sein Fell hat bis zuletzt geglänzt, seine Augen waren wach und strahlten... wir können es nicht begreifen...

 

Wir werden ihn niemals vergessen - Balu lebt in und bei uns weiter! Wir freuen uns über die vielen Fotos von ihm - es sind wunderschöne Erinnerungen... Aber sie bringen uns unseren geliebten Freund nicht zurück... der Schmerz ist riesengroß...

Bis später Lubi - wir sehen uns wieder - ich weiss es!!! <3

Foto vom 30.12.13!! Man sieht es ihm nicht an...

Balu hat seine letzte Ruhestätte am 18. Januar 2014 in unserem Garten bekommen. Wir sind unendlich traurig und werden ihn nie vergessen. Mein Lubi hat ein großes Stück von mir mitgenommen und ich werde ihn immer ganz fest in meinem Herzen tragen. Run free mein Lubibär <3, wir sehen uns wieder, ich weiß es!  Ganz sicher!!!! 

BALU *23.07.05 † 05.01.14

Willkommen Ihr Lieben - ich bin Balu und bin der Chef der Bande, nur dass Ihr es wißt - jawoll!

Balu - es gibt soviel über ihn zu sagen - er wurde am 23.07.2005 bei seinen Züchtern in Hamburg geboren und hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen gefunden. Natürlich liebe ich alle meine Hunde, aber es gibt sie - diese Seelenhunde, die irgendwie etwas ganz Besonderes sind...

Balu war lange krank und Wege zu Tierärzten, Kliniken, Heilpraktikern, Tierkommunikatoren und anderen Menschen, die viel Geld von uns bekamen und alle meinten, dass sie nun die ultimative Antwort und Lösung für seine andauernden Übelkeiten und Magenentzündungen hätten, führten leider alle nicht zu erhofften Erfolg. Bis wir dann endlich bei unserer Tierärztin landeten, die eine Nahrungsmittelunverträglichkeit diagnostizierte gegen div. Fleischsorten, Milchprodukte und Getreide. Seitdem wir Balu entsprechend ernähren, geht es ihm gut und der Hund kann endlich fröhlich und ohne Schmerzen sein Leben genießen. Aber so eine Krankheit, diese ewigen Sorgen um ihn - das hat uns auf eine ganz besondere Art zusammengeschweißt und weil das ja offensichtlich noch nicht reichte und Balu anscheinend der Pechvogel der Familie ist, knatterte er im Januar 2011 beim rennen über eine Wiese in ein Mauseloch und brach sich das linke Hinterbein gleich dreifach mit Luxation. Wochenlang Gips, Verband, Schmerzen, Schonhaltung... 2 OP's - das volle Programm :-(.

Aber auch das hat unser tapferer Bär überstanden und heute merkt man gott sei Dank davon nichts mehr :o). Ich hoffe, dass er nun einfach ein glückliches Hundeleben führen kann ohne weitere Vorkommnisse - die Einschränkung durch die Allergie reicht eigentlich auch schon...